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FormatBook Chapter
Author, AnalyticBretting, Agnes
Title, AnalyticDeutsche Einwandererfrauen im 'Land der unbegrenzten Moeglichkeiten' -- Wunsch und Wirklichkeit. Autobiographische Quellen in der Frauenforschung
Author, MonographicBlaschke, Monika//Harzig, Christiane
Title, MonographicFrauen wandern aus: Deutsche Migrantinnen im 19. und 20. Jahrhundert
Place of PublicationBremen
PublisherLabor Migration Project
Date of Publication1990
Location in Work9-28
AbstractDie Autorinnen seien zunaechst kurz charakterisiert: Henriette Bruns, ein junge Frau, folgte 1836 mit ihrem ersten Kind ihrem Ehemann, der etwa ein Jahr zuvor nach Missouri gegangen war und dort Farmland erworben hatte. Sie war eine gebildete Frau, kam aus dem Mittelstand -- ihre Familie zaehlte in ihrer Heimatstadt Oelde in Westfalen durchaus zu den Honoratioren -- und ihr Mann, Bernhard Bruns, war Arzt. Ihr Schicksal in Amerika hat Adolph E. Schroeder aus Briefen an Eltern und Brueder in Deutschland und aus einer nicht veroeffentlichten Autobiographie rekonstruiert. Ebenfalls als junge Frau, aber ledig und auf sich selbst gestellt, wanderte 1880 Louisa Christina Hansen-Rollfing aus Neiblum auf Foehr aus. Das Ziel der zu der Zeit 21jaehrigen war Lake Charles in Louisiana, wo Verwandte von ihr lebten. Ein Onkel hatte ihr die Fahrkarte vorfinanziert und besorget ihr auch Anstellung als Dienstmaedchen in einer deutschen Familie. Nach fuenf Jahren Aufenthalt heiratete sie in Galveston August Rollfing, seines Zeichens Maler, Dekorateur und Anstreicher; die beiden hatten drei Kinder. Im Alter von 72 Jahren -- sie starb 17 Jahre spaeter -- schreib sie auf Wunsch ihrer Kinder ihre Memoiren, bezeichnenderweise in englischer Sprache. Ebenfalls in hohem Alter und auf Wunsch der Kinder diktierte eine andere Auswanderin ihre Erinnerungen, Helen Violet von Zehmen. Sie war als 24jaehrige 1882 mit ihrem Mann, einem Offizier aus alter, aber verarmter Adelsfamilie nach Nord-Dakota gezogen. . . . Sie selbst kam aus einem wohlhabenden Bankiershaushalt, ihr Vater hatte sich gegen ihre Heirat gestellt. Mit ihrem mann baute sie am Rande der Praerie eine Farm auf. . . . 1880 ging die Familie nach Deutschland zurueck, Helen nennt fuer ihren Rueckkehrentschluss jedoch keine Gruende. Louisa Ritter war eine Schweizer Baeuerein, die 30jaehrig im Jahr 1893 mit ihrem Mann und drei kleinen Soehnen nach Nebraska ging, wo sich bereits etliche Verwandte erfolgreich angesiedelt hatten. Eine ihrer Enkelinnen hat ihre Briefe in die Heimat gesammelt und publiziert. Als letzte Quelle schliesslich wurden einige unveroeffentlichte Briefe einer Frau herangezogen, die nach New York City ausgewandert war: Frieda Bruehns hatte als verheiratete Frau im Alter von 23 Jahren eine Affaere mit dem Verwalter des vaeterlichen Gutes. Ohne die Scheidung von ihrem Mann abzuwarten, setzten sich die beiden 1884 nach Amerika ab, wo ihr Sohn Freddy geboren wurde.
NotesIncludes bibliographical notes.
Call NumberMKI HQ 1410 .F738 1990; SHS Pam 90-3693
MKI TermsWomen/ Emigration and immigration (Germany-US)/ Social conditions/ Autobiography